Aktuell


Cordula Bösze über Webaktivitäten

Cordula Bösze. Foto: Andreas Deppe
Cordula Bösze. Foto: Andreas Deppe

Websites zu gestalten und frisch zu halten, das ist ziemlich zeitintensiv. Zumeist wird nur bemerkt, wenn eine Seite nicht mehr aktuell ist, die kontinuierlichen Updates erscheinen ja mehr oder weniger automatisch ;-)

Die Frische Liste ist im Internet zu finden unter https://www.frischeliste.info sowie unter https://www.facebook.com/Frischeliste/.

Seit 2014 betreue ich außerdem die Facebook-Seite des Filmclubs https://www.facebook.com/filmclubdrosendorf/.

Und seit 2015 auch den Facebook-Auftritt des Terrassenbads https://www.facebook.com/Terrassenbad/.

Aus meiner privaten Facebook-Gruppe CB Drosendorf ist im Sommer 2017 die neue Seite „Aktuell in Drosendorf“ entstanden

https://www.facebook.com/Drosendorf.aktuell/.

Sie wird betreut von Mathias Häckel und mir. Hier können alle Vereine und Betriebe, die einen Zugang möchten, ihre Veranstaltungen und Aktivitäten selbst ankündigen.

 

Cordula Bösze über ARGE NÖ Stadtmauerstädte

Cordula Bösze. Foto: Andreas Deppe
Cordula Bösze. Foto: Andreas Deppe

„Stadtmauern sind keine Hindernisse, die man wegräumen muss, damit die Autos möglichst schnell in die Stadt kommen. Stadtmauern sind in Stein gemeißelte Geschichte.“ (Franz Tades, NÖN, 27/2007)

Mit diesen Gedanken als Leitmotiv regte Drosendorfs Altbürgermeister Franz Tades im Jahr 2001 die Gründung des Netzwerks Niederösterreichischen Stadtmauer-städte (NÖ Stmst) an. Als Vorbild für diese Vereinigung von mittlerweile elf Städten in Niederösterreich diente unter anderem auch der internationale Zusammen-schluss euröpäischer Städte: „European Walled Towns“.

Hauptziele solcher Gemeinschaften sind der Erfahrungsaustausch, die Bewahrung des kulturhistorischen Erbes sowie die Bewusstseinsbildung für ein gemeinsames Auftreten, die Steigerung der Qualität von touristischen Angeboten und – nicht zuletzt – auch das Lukrieren von Fördergeldern für gemeinsame Projekte. Der Verband der niederösterreichischen Dorf- und Stadterneuerung begleitete den Organisationsprozess von Beginn an.

Die NÖ Stmst organisieren Studien, Symposien, Exkursionen und unterstützen Veröffentlichungen von bauhistorischen Untersuchungen, etwa jener von Ronald Woldron und Raimund Rhomberg über die Befestigung von Drosendorf: „Starke Mauern an der Thaya“. Regelmäßig werden zertifizierte Kurse zur „Vermittlung in Städten mit Stadtmauern“ (Stadtführung) angeboten. 2016 habe auch ich die Prüfung für dieses Zertifikat absolviert. Seither führe interessierte Gruppen durch Drosendorf.

Weiters werden Lehrgänge für Bauhof-Mitarbeiter zur Stadtmauern-Erhaltung, -Pflege und -Sanierung angeboten. 2010 gab es einen Lehrgang für Gastwirte: „Schlemmen & Schmausen im Mittelalter“. Die Wanderausstellung „Kleider machen Leute“ war auch bereits in Drosendorf zu sehen. Derzeit beschäftigt sich das Netzwerk – das demnächst in den Verein NÖ Stmst umgewandelt wird – in Vorträgen und Exkursionen intensiv mit dem Thema „Ortskernbelebung“.

Ein Corporate Design für Prospekte, Beschilderung und Website sorgt für Wiedererkennung, ein Gewinnspiel und Wettbewerbe für Kinder runden das Programm der NÖ Stmst ab. Vierteljährlich wird ein Newsletter an mehr als 2.000 Abonenten verschickt, in dem Veranstaltungen der NÖ Stmst speziell beworben werden. Seit 2015 verfasse ich nicht nur diese Texte, sondern war auch aktiv an der Neugestaltung der NÖ-Stmst-Homepage beteiligt.

 

Leidartikel

Standesbeamtin Sonja Kauer. Foto: Horst Stein
Standesbeamtin Sonja Kauer. Foto: Horst Stein

Zu unserem Bedauern mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass eine Seele des Rathauses (ja, Seele ist weiblich) das Rathaus verlässt:

Sonja Kauer, Vertragsbedienstete für die Gemeindeverwaltung, hat nach 14 Jahren gekündigt. Wir gehen davon aus, dass sie sich beruflich verbessert. Als Standesbeamtin – u. a. für Cordula Bösze und Andreas Deppe am 14. 4. 2014, siehe Foto – wird sie vielen lebenslänglich in sehr spezieller Erinnerung bleiben.

Merci & best wishes!

Andreas Deppe

 

Aktionstag Stadtmauer 2018

Dr.Dr. Franz Felberbauer: Mauern und Waffen
Dr.Dr. Franz Felberbauer: Mauern und Waffen

Am 21. April 2018 fand in allen 11 Stadtmauerstädten in Niederösterreich zum fünften Mal der AKTIONSTAG STADTMAUER statt. In Drosendorf hielt Dr. Dr. Franz Felberbauer einen reich bebilderten Vortrag über Mauern und Waffen, bei dem es vor allem um die Belagerung Drosendorfs durch Ottokar II. Přemysl ging. Trotz des sommerlich warmen Wetters besuchten zahlreiche Drosendorferinnen und Drosendorfer, darunter auch zukünftige und bereits tätige Stadtführer*innen, die Veranstaltung.

Leopold Meiringer über die Borkenkäferinvasion

Wie bereits mehrfach berichtet und vielfach bekannt, ist unser Gemeindegebiet stark vom Borkenkäfer befallen, was zu einem erhöhten Baumsterben führt. Um diese Invasion einzudämmen, ist es notwendig, die betroffenen Bäume möglichst rasch aus dem Wald zu entfernen. Dadurch ist es unumgänglich, dass Wege auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen mit schweren Maschinen befahren werden, was leider zu massiven Beschädigungen der Wege führt. Da uns mehrere Beschwerden über diese Schäden erreicht haben, möchten wir darauf hinweisen, dass das keine Willkürakte, sondern für die Borkenkäferbekämpfung notwendige Maßnahmen sind.

 

Leopold Meiringer über unsere Bäder

Vielfach kursiert das Gerücht, dass das Terrassenbad in absehbarer Zeit geschlossen werden soll. Tatsache ist, dass das Terrassenbad zwar heuer 40 Jahre genutzt wird und daher teilweise sanierungsbedürftig ist. Bei der jährlichen Überprüfung durch den technischen Dienst des Landes Niederösterreich wurden aber keinerlei gröbere Beanstandungen vorgebracht, sodass einem Betrieb derzeit nichts entgegensteht. Auch wurden in den letzten Jahren ca. 20.000 Euro in neue Filteranlagen und eine Wasseraufbereitungsanlage investiert. Anschaffungen für den Spielplatz sind geplant. Durch diese Investitionen sowie die Umwegrentabilität über Tourismus, Jugendherberge und Zirkusbetrieb wäre eine Schließung derzeit sehr unvernünftig.

 

Im Kneippbad ist der Betrieb weiterhin ungestört möglich. Hier steht zwar die Wehrsanierung an, die gemeinsam mit dem Bau eines Fischaufstieges erfolgen soll. Das Projekt ist aber derzeit nicht spruchreif, da einige Gemeindevertreter dies mit dem Bau eines Kraftwerkes verbinden wollen, wodurch dieses Projekt derzeit unfinanzierbar ist. (Über das Kraftwerkprojekt informieren wir im nächsten „Frischen Blick“!)

 

Leopold Meiringer über die Postwurfsendung „Drosendorf-Zissersdorf aktuell“ vom Oktober 2017

In dieser Aussendung – eine „Halbzeitbilanz“ der Volkspartei Drosendorf-Zissersdorf – sollte den Gemeindebürgern suggeriert werden, dass die ÖVP für den Bau des neuen Kindergartens, einige neue Ortsdurchfahrten, den Einbau der Leerverrohrungen für schnelleren Internetzugang sowie die Erneuerung der Kanalisation verantwortlich sei. Dieser Eindruck sollte durch unzählige „Taferln“, die im Herbst 2017 in die Landschaft geklotzt wurden, noch verstärkt werden.

 

Tatsache ist jedoch, dass diese Projekte aus Landesmitteln und dem Gemeindebudget finanziert werden – keinesfalls aus ÖVP-Mitteln. Die Kosten für die Kanalisation werden sowieso zur Gänze an die Benutzer weiterverrechnet.

 

Kein Wort wurde natürlich darüber verloren, dass zugesagte Förderungen für den Kindergartenneubau bis heute (Februar 2018) nicht eingetroffen sind – und somit die finanzielle Belastung für die Gemeinde wesentlich höher ist, als ursprünglich kolportiert wurde.

 

Auch keine Rede darüber, dass die verlegte Leerverrohrung für den schnellen Internetzugang bis heute tatsächlich und buchstäblich eine Leerverrohrung ist – und somit ein schneller Internetzugang weiterhin nicht in Sicht ist.

 

Die Schulden von Drosendorf-Zissersdorf (Stand 2016)
Die Schulden von Drosendorf-Zissersdorf (Stand 2016)

DIE SCHULDEN VON DROSENDORF-ZISSERSDORF (STAND 2016)

1.215 Einwohner

Bürgermeister: Josef Spiegl (ÖVP)

Gesamtverschuldung: 5.177.169 Euro

Schulden zu Gesamteinnahmen: 171%

 

Diese interaktive Grafik der Statistik Austria war am 15. Jänner 2018 in DER STANDARD abzurufen, am 1. Februar 2018 gab es in TIPS Horn einen ganzseitigen Bericht zu den Schulden der Horner Gemeinden.

In der GR-Sitzung am 15. März 2018 zeigte sich die ÖVP ziemlich verärgert darüber, dass diese Statistik in DER frische BLICK 01/März 2018 abgedruckt worden ist, weil das so den Bürgerinnen und Bürgern „ein falsches Bild“ abgäbe.

Aus unserer Sicht hätten die Vertreter der ÖVP in der Gemeindezeitung BLICKpunkt ausreichend Gelegenheit gehabt, die aktuelle Verschuldung, wie auch Gegenmaßnahmen der Gemeinde offenzulegen. Doch das Gemeindeblatt wird halt viel lieber als Fotoalbum angelegt…

Wesentlich für die finanzielle Situation sind jedoch nicht die Schulden allein. Wer ein regelmäßiges Einkommen hat, wird auch im Privatleben eher einen Kredit bekommen. Mit hohen Einnahmen fällt die Verschuldung leichter, aber auch die Tilgung des Kredits und die Bezahlung der Zinsen. Wesentlich für die Bewertung der finanziellen Situation sind deshalb nicht nur die Schulden, sondern auch die laufenden Einnahmen. In der interaktiven Karte sehen Sie deshalb auch das Verhältnis des aktuellen Schuldenstandes Ihrer Gemeinde zu den jährlichen Einnahmen. Je niedriger diese Kennzahl, desto leichter wird es Ihrer Gemeinde fallen die Schulden zurückzuzahlen. - derstandard.at/2000072262713/Interaktiv-Wie-verschuldet-die-niederoesterreichischen-Gemeinden-sind

 

Wesentlich für die finanzielle Situation sind jedoch nicht die Schulden allein. Wer ein regelmäßiges Einkommen hat, wird auch im Privatleben eher einen Kredit bekommen. Mit hohen Einnahmen fällt die Verschuldung leichter, aber auch die Tilgung des Kredits und die Bezahlung der Zinsen. Wesentlich für die Bewertung der finanziellen Situation sind deshalb nicht nur die Schulden, sondern auch die laufenden Einnahmen. In der interaktiven Karte sehen Sie deshalb auch das Verhältnis des aktuellen Schuldenstandes Ihrer Gemeinde zu den jährlichen Einnahmen. Je niedriger diese Kennzahl, desto leichter wird es Ihrer Gemeinde fallen die Schulden zurückzuzahlen. - derstandard.at/2000072262713/Interaktiv-Wie-verschuldet-die-niederoesterreichischen-Gemeinden-sind

Wesentlich für die finanzielle Situation sind jedoch nicht die Schulden allein. Wer ein regelmäßiges Einkommen hat, wird auch im Privatleben eher einen Kredit bekommen. Mit hohen Einnahmen fällt die Verschuldung leichter, aber auch die Tilgung des Kredits und die Bezahlung der Zinsen. Wesentlich für die Bewertung der finanziellen Situation sind deshalb nicht nur die Schulden, sondern auch die laufenden Einnahmen. In der interaktiven Karte sehen Sie deshalb auch das Verhältnis des aktuellen Schuldenstandes Ihrer Gemeinde zu den jährlichen Einnahmen. Je niedriger diese Kennzahl, desto leichter wird es Ihrer Gemeinde fallen die Schulden zurückzuzahlen. - derstandard.at/2000072262713/Interaktiv-Wie-verschuldet-die-niederoesterreichischen-Gemeinden-sind

Wir fragen. Wer antwortet?

Mag.a Gerda Kaiser Foto: Doris Kaiser
Mag.a Gerda Kaiser Foto: Doris Kaiser

Mag.a Gerda Kaiser

Apothekerin in Drosendorf von 1965 bis 2017

 

Der Proust’sche Fragebogen, benannt nach den französischen Schriftsteller Marcel Proust (1871–1922), ist ein bis heute beliebtes Gesellschaftsspiel, um einen Menschen unkompliziert kennen zu lernen.

 

 

Was ist für Sie das größte Unglück? Der Tod geliebter Menschen.

Wo möchten Sie leben? In Drosendorf oder Kärnten.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück? Harmonisches Umfeld, keine Sorgen.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? Die nicht absichtlich, sondern aus Dummheit passierten.

Ihre liebsten Romanhelden? Siddharta zum Beispiel.

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte? Andreas Hofer.

Ihre Lieblinsheldinnen in der Wirklichkeit? Freiwillige Rot-Kreuz-Helferinnen.

Ihr Lieblingsmaler? Claude Monet.

Ihr Lieblingskomponist? Johann Sebastian Bach.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten? Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, logischer Verstand, Belastbarkeit, Kinderstube.

Welche Eigenschaft schätzen Sie bei einer Frau am meisten? Klugheit, Charme, Kinderstube, Fleiß.

Ihre Lieblingsbeschäftigung? Pharmazie.

Wer oder was hätten Sie sein mögen? Was ich bin: Pharmazeutin.

Ihr Hauptcharakterzug? Fleiß, beruflich helfen wollen.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten? Ehrliche Zuneigung, ohne Missgunst.

Ihr größter Fehler? Undiplomatisch.

Ihr Traum vom Glück? Gesundheit.

Was wäre für Sie das größte Unglück? Ein Pflegefall zu sein.

Was möchten Sie sein? Nützlich.

Ihre Lieblingsfarbe? Türkis.

Ihre Lieblingsblume? Madonnen-Lilie.

Ihr Lieblingsvogel? Eisvogel.

Ihr Lieblingsschriftsteller? Hermann Hesse.

Ihr Lieblingslyriker? Rainer Maria Rilke.

Ihre Helden in der Wirklichkeit? Rettungsmannschaften.

Ihre Heldinnen in der Geschichte? Alle, die sich trauen, sich gegen Tyrannei zu wehren.

Was verabscheuen Sie am meisten? Bosheit, Intrige, Falschheit.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten? Alle, die viele Leben auf dem Gewissen haben.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten? Die größeres Blutvergießen verhinderten.

Welche Reform bewundern Sie am meisten? Würde ich, wenn Männer und Frauen gleichen Lohn für gleiche Leistung bekämen.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen? Klugheit und Charme.

Wie möchten Sie sterben? Ohne vorheriges Leiden.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung? Geht so für 87 Jahre.

Ihr Motto? Benimm dich so, dass alle sich so benehmen können, ohne dass Chaos entsteht.

Parteilos mit Haltung

Was ist eine Bürgerliste?

 

Vergangenen Sommer wurde ich bei einer Stadtführung von einem Gast nach der politischen Verteilung im Gemeinderat gefragt. Auf meine Antwort (14 Sitze ÖVP, 3 Frische Liste, 1 SPÖ, 1 FPÖ) erhielt ich anerkennendes Schulterklopfen: „Oh, toll, so gläubig seid ihr hier? Das ist aber brav!“ Kurz war ich versucht, mich über diese satirische Ausdrucksweise amüsiert zu zeigen – doch der Herr meinte es völlig ernst!

Politische Haltung als Glaubensbekenntnis: In Niederösterreich bekommt man schnell den Eindruck, dass die Präsenz der ÖVP tatsächlich gottgegeben sein muss. Jegliche Abweichung vom schwarzen Weg wird wie ein Sündenfall behandelt, als würde sie fürchterliche gottgesandte Plagen nach sich ziehen.

Besonders in Wahlkampfzeiten – und zwar unabhängig davon, ob es sich um Gemeinderats-, Landtags-, Bundespräsidenten- oder Nationalratswahlen handelt – muss offenbar gnadenlos gegen alles vorgegangen werden, was (noch) nicht im ÖVP-Rhythmus tickt. Da schreckt die neuerdings türkise „Bewegung“ auch nicht vor Drohungen zurück, die für Betroffene existenziell sein können.

Rot, Schwarz, Blau, Türkis, Grün, Orange, rechts, links, Mitte, oben, unten – das politische System der Ersten und Zweiten Republik Österreich führte durchaus zu stabilen und erfolgreichen Regierungsperioden. Doch spätestens zu Beginn des dritten Jahrtausends dämmerte am Horizont allmählich die Erkenntnis, dass die Parteiapparate zu schwerfällig geworden und die Positionen gleichsam betoniert sind, dass in einer globalen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und technologischen Entwicklung den aktuellen Problemen dieses Landes mit veralteten Ideologien immer weniger – und letztendlich gar nicht – beizukommen ist.

Vor allem auf Gemeindeebene werden persönlicher Einsatz und mutige Entscheidungen von den Bürgerinnen und Bürgern direkt wahrgenommen – und da ist es in kleinen Gemeinden im Grunde nicht mehr so wichtig, aus welcher politischen Richtung die guten Ideen kommen. Im Westen Österreichs gibt es bereits Gemeinden, in denen bei der Wahl zum Gemeinderat keine politischen Parteien auf dem Wahlzettel angeführt werden, sondern Namen von Personen, die sich für den Ort einsetzen wollen. Hinfällig sind die ideologischen Streitereien zwischen rechts und links. Wer für die Allgemeinheit aktiv werden möchte, kann dies mittlerweile auch ohne „Bekenntnis“ zu einem Parteibuch tun.

Und genau hier beginnt die Geschichte der Frischen Liste (FL, gegründet 2010): Wir sind keine Partei, das müssen wir immer wieder erklären. Wir sind eine Gruppe von Personen, die zu einem guten Leben in Drosendorf etwas beitragen möchten. Mit drei Sitzen sind wir die „größte“ Opposition im Gemeinderat, was ja irgendwie herzig ist, aber dennoch regelmäßig zu unfassbaren schwarzen Attacken führt, über die wir uns nur wundern können. Mit 14 von 19 Stimmen kann die ÖVP ohnedies beschließen, was sie will (was sie auch macht!)! Unsere Rolle ist es, zu hinterfragen, zu recherchieren und zu kontrollieren, um auf etwaige Fehler in geplanten Projekten hinweisen zu können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir sind in Ausschüssen kooperativ, tragen Entscheidungen mit, wenn sie uns sinnvoll für Drosendorf erscheinen, und stimmen dagegen, wenn dies nicht der Fall ist.

Die Aufgabenbereiche, die wir übernommen haben, sind:

Leopold Meiringer – Stadtrat für Stadtmauer, Denkmalschutz, Bäder und Betriebsansiedelungen;

Cordula Bösze – Gemeinderätin, niederösterreichische Stadtmauerstädte, Öffentlichkeitsarbeit;

Roman Deyssig – Gemeinderat, Obmann im Finanzprüfungsausschuss, Schulausschuss.

Mit diesen Aufgaben sind wir gut beschäftigt, allein die Recherche z. B. zur Efeu-Entfernung an der Stadtmauer oder zur Rentabilität von Kleinwasserkraft nimmt viele (unbezahlte) Stunden in Anspruch, die Bäder brauchen saisonale Aufmerksamkeit und organisatorische Arbeit. Sitzungen des Gemeinderats sind zwar nicht oft, dauern dafür aber umso länger. Der Prüfungsausschuss muss sich regelmäßig zusammensetzen und das Budget kontrollieren. Und die niederösterreichischen Stadtmauerstädte treffen sich ebenfalls regelmäßig, um gemeinsame Projekte und Werbestrategien zu entwickeln.

Nach den frühsommerlichen Ereignissen rund um das (mit Verlaub: lächerliche) Fotografier-Verbot im Terrassenbad haben uns viele Bürgerinnen und Bürger ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen ÖVP-Regierung zum Ausdruck gebracht. Von Repressionen ist die Rede, echten Schikanen, andere bemängeln den Stillstand. Die Frische Liste ist angetreten, um „Bewegung rein zu bringen“. Das werden wir auch weiterhin versuchen. Doch so lang auch in Drosendorf das Glaubensbekenntnis lautet: „Ich glaube an die allmächtige ÖVP und fürchte demütig ihren Zorn“, werden auch wir nicht viel verändern können.

Und noch etwas: Wir sind eine Gruppe engagierter Menschen, die sich mit vereinten Kräften für Drosendorf bemühen (umso mehr amüsiert es uns, wenn die ÖVP wieder einmal furios im Niedertrampelmodus agiert). Um zu einer echten Bewegung zu werden, die in Drosendorf wirklich etwas weiter bringt, brauchen wir einsatzfreudigen Zuwachs, sonst werden auch wir in Zukunft nicht viel ausrichten können. Menschen, die nicht von der ÖVP abhängig sind oder denen es egal ist, wenn die ÖVP versucht, sie einzuschüchtern, sind zur Mitarbeit in der Frischen Liste herzlich willkommen!

Weil uns Drosendorf nicht wurscht ist!

Cordula Bösze

Gemeinderätin

Politische Parteien

Politische Parteien haben zum Ziel, durch gemeinsame Tätigkeit die staatliche Willensbildung umfassend zu beeinflussen. Nach dem Parteiengesetz 2012 sind deren Existenz und Vielfalt wesentliche Bestandteile der demokratischen Ordnung der Republik Österreich. Dieses Gesetz regelt auch grundsätzlich die Unterstützung der Parteien durch öffentliche Fördermittel. Quelle: help.gv.at

 

Bürgerliste

Eine Bürgerliste (auch: Namensliste, Wählergemeinschaft, Parteifreie u. v. m.) ist eine Vereinigung, die zu Wahlen antritt, ohne den Status einer politischen Partei zu beanspruchen. Engagierte Bürger schließen sich zur Kandidatur bei einer Wahl zusammen, der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt meist in der Kommunalpolitik.

Quelle: nach https://de.wikipedia.org

 


Opposition

Das lateinische Wort „opponere“ heißt auf Deutsch „entgegenstellen“. Die Hauptaufgabe der Opposition ist die Kontrolle der Arbeit der Regierung. Außerdem kann die Opposition eigene Vorschläge einbrigen und Beschlüssen der Regierung zustimmen – sie kann also Entscheidungen und Beschlüsse mittragen.

Quelle: nach http://www.polipedia.at

Bürgerlisten im Bezirk Horn (2015)

BLG Gars am Kamp (9,63 % = 2 Mandate)

BLS Sigmundsherberg (22,44 % = 4 Mandate)

FL Drosendorf-Zissersdorf (14,48 % = 3 Mandate)

LPJ Japons (8,08 % = 1 Mandat)

UPW Langau (17,53 % = 2 Mandate)

Quelle: http://www.noe.gv.at


DER frische BLICK

Frisch gedruckt: DER frische BLICK, unser erstes Extrablatt für das Gemein(de)wohl ist soeben erschienen.

 

Inhalt

  • Parteilos mit Haltung. Was ist eine Bürgerliste?
  • Leopold Meiringer über … die Postwurfsendung „Drosendorf-Zissersdorf aktuell“ vom Oktober 2017, … unsere Bäder … die Borkenkäferinvasion.
  • Cordula Bösze über … ARGE NÖ Stadtmauerstädte, … Webaktivitäten.
  • Roman Deyssig über … den Prüfungsausschuss, … den Schulausschuss, … Wildkameras.
  • Das Wasser und die Wasser. Die historische Wasserleitung von Elsern über den Röhrensteig zum Schlossbrunnen.
  • Leider ohne Drosendorf. Frisch gelesen: Das Buch vom Land.
  • Neu gegründet: Dart-Verein Team Thayatal Drosendorf.
  • Leidartikel. Zur Kündigung von Sonja Kauer.
  • Wir fragen. Wer antwortet? Proust'scher Fragebogen mit Mag.a Gerda Kaiser, Apothekerin in Drosendorf von 1965 bis 2017.

 hier zum Download.

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DER frische BLICK 01
Extrablatt für das Gemein(de)wohl
Drosendorf-Zissersdorf, März 2018
DER frische BLICK 01.pdf
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