Leopold Meiringer über die Postwurfsendung „Drosendorf-Zissersdorf aktuell“ vom Oktober 2017

In dieser Aussendung – eine „Halbzeitbilanz“ der Volkspartei Drosendorf-Zissersdorf – sollte den Gemeindebürgern suggeriert werden, dass die ÖVP für den Bau des neuen Kindergartens, einige neue Ortsdurchfahrten, den Einbau der Leerverrohrungen für schnelleren Internetzugang sowie die Erneuerung der Kanalisation verantwortlich sei. Dieser Eindruck sollte durch unzählige „Taferln“, die im Herbst 2017 in die Landschaft geklotzt wurden, noch verstärkt werden.

 

Tatsache ist jedoch, dass diese Projekte aus Landesmitteln und dem Gemeindebudget finanziert werden – keinesfalls aus ÖVP-Mitteln. Die Kosten für die Kanalisation werden sowieso zur Gänze an die Benutzer weiterverrechnet.

 

Kein Wort wurde natürlich darüber verloren, dass zugesagte Förderungen für den Kindergartenneubau bis heute (Februar 2018) nicht eingetroffen sind – und somit die finanzielle Belastung für die Gemeinde wesentlich höher ist, als ursprünglich kolportiert wurde.

 

Auch keine Rede darüber, dass die verlegte Leerverrohrung für den schnellen Internetzugang bis heute tatsächlich und buchstäblich eine Leerverrohrung ist – und somit ein schneller Internetzugang weiterhin nicht in Sicht ist.

 

Die Schulden von Drosendorf-Zissersdorf (Stand 2016)
Die Schulden von Drosendorf-Zissersdorf (Stand 2016)

DIE SCHULDEN VON DROSENDORF-ZISSERSDORF (STAND 2016)

1.215 Einwohner

Bürgermeister: Josef Spiegl (ÖVP)

Gesamtverschuldung: 5.177.169 Euro

Schulden zu Gesamteinnahmen: 171%

 

Diese interaktive Grafik der Statistik Austria war am 15. Jänner 2018 in DER STANDARD abzurufen, am 1. Februar 2018 gab es in TIPS Horn einen ganzseitigen Bericht zu den Schulden der Horner Gemeinden.

In der GR-Sitzung am 15. März 2018 zeigte sich die ÖVP ziemlich verärgert darüber, dass diese Statistik in DER frische BLICK 01/März 2018 abgedruckt worden ist, weil das so den Bürgerinnen und Bürgern „ein falsches Bild“ abgäbe.

Aus unserer Sicht hätten die Vertreter der ÖVP in der Gemeindezeitung BLICKpunkt ausreichend Gelegenheit gehabt, die aktuelle Verschuldung, wie auch Gegenmaßnahmen der Gemeinde offenzulegen. Doch das Gemeindeblatt wird halt viel lieber als Fotoalbum angelegt…

Wesentlich für die finanzielle Situation sind jedoch nicht die Schulden allein. Wer ein regelmäßiges Einkommen hat, wird auch im Privatleben eher einen Kredit bekommen. Mit hohen Einnahmen fällt die Verschuldung leichter, aber auch die Tilgung des Kredits und die Bezahlung der Zinsen. Wesentlich für die Bewertung der finanziellen Situation sind deshalb nicht nur die Schulden, sondern auch die laufenden Einnahmen. In der interaktiven Karte sehen Sie deshalb auch das Verhältnis des aktuellen Schuldenstandes Ihrer Gemeinde zu den jährlichen Einnahmen. Je niedriger diese Kennzahl, desto leichter wird es Ihrer Gemeinde fallen die Schulden zurückzuzahlen. - derstandard.at/2000072262713/Interaktiv-Wie-verschuldet-die-niederoesterreichischen-Gemeinden-sind

 

Wesentlich für die finanzielle Situation sind jedoch nicht die Schulden allein. Wer ein regelmäßiges Einkommen hat, wird auch im Privatleben eher einen Kredit bekommen. Mit hohen Einnahmen fällt die Verschuldung leichter, aber auch die Tilgung des Kredits und die Bezahlung der Zinsen. Wesentlich für die Bewertung der finanziellen Situation sind deshalb nicht nur die Schulden, sondern auch die laufenden Einnahmen. In der interaktiven Karte sehen Sie deshalb auch das Verhältnis des aktuellen Schuldenstandes Ihrer Gemeinde zu den jährlichen Einnahmen. Je niedriger diese Kennzahl, desto leichter wird es Ihrer Gemeinde fallen die Schulden zurückzuzahlen. - derstandard.at/2000072262713/Interaktiv-Wie-verschuldet-die-niederoesterreichischen-Gemeinden-sind

Wesentlich für die finanzielle Situation sind jedoch nicht die Schulden allein. Wer ein regelmäßiges Einkommen hat, wird auch im Privatleben eher einen Kredit bekommen. Mit hohen Einnahmen fällt die Verschuldung leichter, aber auch die Tilgung des Kredits und die Bezahlung der Zinsen. Wesentlich für die Bewertung der finanziellen Situation sind deshalb nicht nur die Schulden, sondern auch die laufenden Einnahmen. In der interaktiven Karte sehen Sie deshalb auch das Verhältnis des aktuellen Schuldenstandes Ihrer Gemeinde zu den jährlichen Einnahmen. Je niedriger diese Kennzahl, desto leichter wird es Ihrer Gemeinde fallen die Schulden zurückzuzahlen. - derstandard.at/2000072262713/Interaktiv-Wie-verschuldet-die-niederoesterreichischen-Gemeinden-sind